„Haustiere sind keine Kuscheltiere!“ – Ministerin Klöckner plant eine Gassi-Pflicht

4pfoten-urlaub Gassipflicht

4Pfoten-Urlaub Pflichtspaziergang mit Hund

Hunde haben wie alle Lebewesen bestimmte Bedürfnisse. Damit diese erfüllt werden, sind die Vierbeiner zu einem großen Teil auf uns Menschen angewiesen. Hunde benötigen Nahrung und Bewegung, sie möchten arbeiten und gern auch mal faulenzen. Es ist die Arbeit und die Bewegung, die den meisten Hunden hierzulande fehlt. Die Folgen sind nicht nur Übergewicht und daraus entstehende Krankheiten, sondern es staut sich viel ungenutzte Energie bei den Vierbeinern an – und das führt zu Frust. Viele Hundehalter klagen über „Problemhunde“, die ihren Menschen mit ihrem Verhalten an den Rand der Verzweiflung bringen. Sehr populär ist beispielsweise das Zerkauen hochwertiger Schuhe, das Ausleeren von Papierkörben inklusive Schredder-Service und die Entnahme von Kissenfüllungen mit chirurgischer Präzision.

Die meisten dieser „Probleme“ lassen sich mit ausreichender Bewegung und mentaler Auslastung vermutlich in den Griff bekommen, denn wer will schon den ganzen Tag nur abhängen?

In den Haushalten hierzulande leben annähernd 10 Millionen Hunde, darunter zu finden: sowohl winzige Chihuahuas als auch Riesen wie der Irische Wolfshund. Und leider werden nicht alle art-, also hundegerecht gehalten. Es gibt immer noch viel zu viele Wachhunde, die ihr Dasein im Zwinger oder an der Kette fristen. Und die kleinen bis ganz kleinen Vierbeiner werden häufig durch die Gegend getragen oder in einem extra angeschafften Buggy oder ähnlichem herumkutschiert. Wer sich kaum oder gar nicht bewegt, aber gut ernährt wird, wird fett. Und das ist nicht gesund.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner möchte im Sinne der Hunde handeln, wenn sie eine Gassi-Pflicht plant und Anbindehaltung grundsätzlich untersagen bzw. nur unter bestimmten Voraussetzungen zulassen will. Was genau steckt dahinter?

Ausreichend Auslauf für die Vierbeiner

„Haustiere sind keine Kuscheltiere“, sagt Frau Klöckner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, „ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden.“ Laut ihrer geplanten Verordnung werden Hundehalter dazu verpflichtet, ihrem Vierbeiner täglich zweimal wenigstens eine halbe Stunde lang Auslauf im Freien zu gewähren – außerhalb eines Zwingers.

Bewegung ist tatsächlich eines der Grundbedürfnisse unserer Vierbeiner. Allerdings sollten Anzahl pro Tag und Dauer pro Hundespaziergang der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes angepasst sein. Ein Mops im Senioren-Alter, der unter Arthritis leidet, sollte auf keinen Fall mit einem lebenslustigen, kerngesunden Labrador-Junghund über einen Kamm geschoren werden. Dennoch macht die Verordnung „mindestens 1 Stunde Gassi pro Tag“ sicher Sinn für all die Hunde, die es unbedingt gebrauchen können.

Doch das ist noch nicht alles, was Frau Klöckner plant.

Hunde züchten? Leben wertschätzen!

Hundezüchter sollen dazu verpflichtet werden, sich ausreichend um die Welpen zu kümmern. Dabei spielt es keine Rolle, ob aus privatem Vergnügen oder professionell-gewerblich gezüchtet wird. Frau Klöckner geht es um die Sozialisierung der Welpen und verlangt, dass die Züchter sich mindestens vier Stunden pro Tag um die Hundekinder kümmern sollen, damit diese sich ausreichend an Menschen gewöhnen können.

Weiterhin soll ein Betreuer sich um maximal drei Würfe gleichzeitig kümmern dürfen, um den Ansprüchen der Muttertiere und ihres Nachwuchses gerecht werden zu können.

Die Anbinde- bzw. Kettenhaltung von Hunden soll komplett untersagt werden. Ausnahmen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Und wer kontrolliert, ob die Verordnungen überhaupt eingehalten werden?

Eine Sprecherin der Bundeslandwirtschaftsministerin teilte mit, dass die Zuständigkeit für die Kontrollen – vor allem der privaten Hundebesitzer – bei den Behörden der Länder liege. Das bedeute jedoch nicht, dass Kontrolleure regelmäßig bei jedem einzelnen Hundehalter anfragen, ob er an diesem Tag bereits mit seinem Vierbeiner spazieren war.

In erster Linie gehe es darum, Hunden in Ketten- und Zwingerhaltung ein besseres Leben zu ermöglichen, und hier soll auch der Fokus drauf liegen.

4pfoten-urlaub müder Hund

4Pfoten-Urlaub Gassipflicht für Hundhalter

Mein Hund will gar nicht Gassi gehen…

Im Körbchen ist es so gemütlich. Und außerdem regnet es in Strömen. Vielleicht muss der  Vierbeiner auch viel zu viel Gewicht mit sich herumschleppen. Es gibt durchaus Gründe, warum Hunde keine Lust haben, einen gesunden Spaziergang zu unternehmen; da hilft auch eine gesetzliche Neuregelung nicht viel.

Hundetrainer empfehlen, den vierbeinigen Faulenzer erst nach dem Gassigang zu füttern. So bekommt der Hund das gute und motivierende Gefühl, für sein Futter gearbeitet zu haben. Wichtig ist auch, dass der Hundehalter sich während des Spaziergangs dem Hund widmet – und nicht dem Smartphone. Gehen Sie gemeinsam spazieren und nicht jeder für sich allein, Ihr Hund wird es Ihnen danken!

Strenge Auflagen für Tiertransporte innerhalb Deutschlands

Auch die Tiertransporte innerhalb deutscher Grenzen hat Frau Klöckner auf dem Schirm: Sie will strengere Regeln zum Wohl der Tiere durchsetzen. Regeln, die über das EU-Recht deutlich hinausgehen. Klettern die Temperaturen im Transporter über 30 Grad Celsius, darf die Fahrt maximal viereinhalb Stunden dauern.

Unsere Sommer werden immer heißer, und Julia Klöckner will verhindern, dass die Tiere aufgrund hoher Temperaturen leiden müssen.

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