ERLEBNISBERICHT „ALPENÜBERQUERUNG MIT HUND“

Alpenüberquerung mit Hund
Unsere lustige Wandertruppe vor dem Silvrettamassiv

Im Sommer 2020 habe ich mir einen Traum erfüllt und eine Alpenüberquerung mit Hund gemacht. Es war keine Alpenüberquerung im klassischen Sinn: 3 Wochen mit großem Rucksack, Übernachtung in Hütten, auf dem europäischen Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran usw.

Für solch eine Tour bin ich nicht gemacht. Schlafen in Bettenlagern mit 20 oder mehr anderen Wanderern, die man alle nicht kennt – das ist nicht mein Ding. Es braucht für mich schon etwas mehr Komfort, ein ordentliches Bett, Gepäcktransport, Tourenplanung, jemand, der sich im Notfall um alles kümmert, und das Ganze dann noch mit Hund!

Und so etwas gibt es wirklich von der „Hundewelt Kleinwalsertal“.

Darauf aufmerksam geworden bin ich durch einen Beitrag in dem Reisemagazin „Wunderschön“ im WDR mit Tamina Kallert. Reisereportagen gehören zu meinen Lieblingssendungen im Fernsehen.

In dieser Ausgabe verschlug es Tamina Kallert ins Kleinwalsertal in Österreich und es wurde u.a. ein dort ansässiger Reiseveranstalter vorgestellt, der geführte Alpenüberquerungen mit Hund anbietet. Genau so etwas habe ich gesucht.

Auf der Internetseite https://hundewandertouren.at/ des Reiseveranstalters heißt es: „Die Alpen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien sind ein Paradies zum Wandern – ob mit oder ohne Hund. Die Möglichkeiten für unterschiedlichste Wanderrouten in jeder Länge und in jedem Schwierigkeitsgrad sind vielfältig. Schwieriger wird es dann schon, wenn du entlang deiner Wanderungen geeignete Unterkünfte für dich und deinen vierbeinigen Begleiter suchst. Denn eine Übernachtung mit Hund ist in vielen Hotels,  Pensionen, Ferienwohnungen und vor allem Berghütten nicht möglich. Sieh dir daher einmal unsere angebotenen Hundewandertouren an – bei uns kann man das „Rundum-sorglos-Paket“ buchen: Unterkunft, Verpflegung, geführte Wanderungen und Gepäcktransport (je nach Tour) – für alles ist gesorgt. Jetzt heißt es für dich und deinen Hund nur noch genießen.“

Beim weiteren Durchstöbern der Homepage habe ich dann die für mich passende Tour gefunden:

Die Alpenüberquerung mit Hund Nordroute Komfort

Inklusiv Hotelkomfort und Gepäcktransport

„Eine Alpenüberquerung zu Fuß und am liebsten mit dem Hund! Ein Traum für viele Hundehalter und Bergfreunde. Die große Anzahl der möglichen Routen sorgt vielfach für Verunsicherung. Zumal eine derart ereignisreiche und einmalige Wanderreise inmitten der Massen, mehr Stress als Erholung bedeutet. Das Erlebnis Natur und Berg bleibt dabei leider oft auf der Strecke. Ferner stellt sich die Frage der Übernachtung mit Hund. Auf den meisten Hütten nicht möglich. Ein Grund, sich für eine Alternativroute, abseits des Trubels zu entscheiden. Nach der Tagesetappe eine gemütliche Unterkunft erreichen, eine heiße Dusche genießen und nach einem schmackhaften Abendessen müde ins warme Bett fallen, ist purer Genuss. So sind unsere Alpenüberquerungen gestaltet. Sie führen teilweise parallel zum berühmten Fernwanderweg E 5. Mit dem großen Vorteil, dass wir bei manchen Tagesetappen kaum einer Menschenseele begegnen. Wir nehmen die vielen Geräusche der umliegenden Natur wahr und genießen die Ruhe. Ausgehend von Österreich durch das Lechquell, entlang des Verwalls und der Silvretta und deren imposanten Gletscher. Immer abseits des Mainstreams durch die Schweiz und schlussendlich nach Südtirol.“

Begleitet werden die Wandertouren immer von 2 ausgebildeten Bergführern, wovon der eine die Wandergruppe anführt und der andere den Besenwagen macht und das Schlusslicht der Truppe bildet.

Nun galt es noch den passenden Termin zu finden. Da Katsu wegen seines fortgeschrittenen Alters auf keinen Fall solch eine mehrtägige Tour mitlaufen könnte, würden er und Michael zu Hause bleiben und ich alleine mit Sumi ins Kleinwalsertal fahren. Nach Abstimmung mit meiner besseren Hälfte, dem geplanten Sommerurlaub und einiger anderer Termine blieb nur eine Woche im Juli übrig. Juli ist nicht gerade eine bevorzugte Reisezeit von mir, da es dann oft sehr heiß ist, überall Ferien sind und somit alles voller ist als z.B. im September. Aber sei’s drum. Es sollte also die Woche vom 11. bis 18. Juli sein.

Die Voraussetzungen, die Mensch und Hund für solch ein Unternehmen erfüllen müssen, traute ich Sumi und mir zu. Auf der Internetseite der Hundewelt Kleinwalsertal steht dazu:

Voraussetzungen Mensch:

Bergwandern: Bergerfahrung ab Schwierigkeitsgrad mittel immer erforderlich. Sportliche Grundlagen notwendig, gute Gesundheit – bei Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, sonstigen chronischen Erkrankungen (Asthma, etc.) empfehlen wir eine vorherige Abklärung mit dem Hausarzt… Trittsicherheit und gute Kondition für 5-7 Stunden Gehzeit. Kondition für Aufstiege von 300-350 Höhenmetern pro Stunde und Abstiege von 500 Höhenmetern pro Stunde.

Bei einer Wanderung sind Höhenunterschied, Gehzeit und Wegbeschaffenheit ausschlaggebend für die Beurteilung des Schwierigkeitsgrades. In einem ebenen Gelände legen wir eine Geschwindigkeit von 4 km pro Stunde oder am Berg etwa 300- 350 Höhenmeter im Aufstieg bzw. 500 m im Abstieg zugrunde. Bei einer guten Grundkondition und uneingeschränkter Gesundheit schafft ein Mensch einen Aufstieg von 300-350 Höhenmetern in einer Stunde und Abstiege von 500 Höhenmetern. Das ist die Grundvoraussetzung für Bergwanderungen. Die Werte variieren allerdings je nach Wegbeschaffenheit und Steilheit sowie auch nach der Höhenlage des Geländes. Zu den Gehzeiten kommen die Pausen hinzu. Bei unseren Touren sind raue/grobe Wegbeschaffenheit, steile An- und Abstiege möglich.

Ausrüstung Mensch:

Für alle alpinen Touren mit Schwierigkeitsgrad “sportlich” sind knöchelhohe, stabile Bergschuhe mindestens der Kategorie B/C erforderlich! Rucksack 15-25 Liter, feste – knöchelhohe, 2 Paar Wandersocken, bequeme Bergwanderhose, kurze Hose, Pullover oder Jacke (Fleece ist vorteilhaft), wetterfeste, warme Oberbekleidung (Regenjacke und -hose), atmungsaktive Ober- und Unterbekleidung, Wechselwäsche, Handschuhe, Mütze, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Trinkflasche, Kulturbeutel, Personalausweis, evtl. Teleskopwanderstöcke, bei Bedarf Blasenpflaster, bequeme Schuhe für abends. Bei den Alpenüberquerungen werden die Gepäckmaße vorgegeben. Mensch = Reisetasche mit max. 40 Liter Volumen.

Voraussetzung Hund:

Gute Sozialverträglichkeit und sicherer Grundgehorsam. Kondition für 5-7 Stunden Gehzeit. Der Hund muss leinenführig und abrufbar sein. In den Hotels sind die Hunde in den Speiseräumen nicht gestattet. Somit muss der Hund während der Mahlzeiten im Hotelzimmer alleine bleiben können… In der Gruppe nehmen wir i. d. R. nur 1-2 unkastrierte Rüden mit. Bei Problemen gilt strikte Leinenpflicht. Jeder Hundebesitzer ist für den eigenen Hund verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung. Läufige Hündinnen können nicht teilnehmen. Der Hund muss mindestens 1 Jahr alt sein. Bei großen, schweren Hunden – und älteren Hunden (ca. ab 9 Jahren) empfehlen wir die Rücksprache mit dem Tierarzt. Raten aber grundsätzlich von einer Teilnahme mit Hunden über 40 kg Körpergewicht ab, da es hier schon oft zu Problemen mit den Hüftgelenken und den Pfoten und schlussendlich der Gesamtbelastung des Hundes gekommen ist.

Der Vierbeiner sollte den Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder Taxis kennen. Autofahrten in kurvenreichen Gegenden sollten ihm nichts ausmachen. Hunde mit hohem Jagdtrieb dürfen nur angeleint laufen. Der Hund sollte mit der Bergbahn fahren können – nur GONDEL! Der Hund sollte vor der Reise an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnt werden, da dies zum Teil in den Bergbahnen oder sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln mancherorts Vorschrift ist.

Ausrüstung Hund:

Hundefutter – mehr mitnehmen aufgrund der erhöhten Leistung des Hundes! Faltbarer Trinknapf/Reisenapf, wenn der Hund nicht aus dem Bach oder Brunnen säuft, oder auch Hundetrinkflasche. Normale Führleine – KEINE Flexioder Schleppleine! Brustgeschirr! Zeckenzange. Maulkorb mit Netzeinsatz oder Nylonmaulschlaufen. Booties, – wir arbeiten mit professionellen Hundeausrüstern zusammen und geben fundierte, erfahrungsbedingte Empfehlungen ab. Die teuerste Ausrüstung ist nicht immer die Beste! Hundekotbeutel; Heimtierausweis, Chipnummer, Versicherungskopie.

Bei Buchung erhältst du eine detaillierte Packliste ca. 6 Wochen vor Tourenantritt. Hier sind auch Hinweise zu Erster Hilfe und sonstige wertvolle Tipps etc. enthalten. Bei den Alpenüberquerungen werden die Gepäckmaße für den Hund vorgegeben. Maße: Tasche mit max. 20 Liter Volumen.

Also stand nun einer Buchung unserer Alpenüberquerung und 10 Monaten Vorfreude nichts mehr im Wege…

Aber dann – es kam etwas, was sich uns doch in den Weg stellen wollte: CORONA, diese verdammte Seuche!

Es war lange nicht klar, ob die Tour überhaupt stattfinden konnte, aber ich blieb ganz entspannt. Schlussendlich wurden die Reisebeschränkungen aufgehoben und spätestens als ich per Mail die genaue Routenbeschreibung und die Packliste erhielt war mir klar: Bald geht es los!

Am 11. Juli startete ich dann erwartungsvoll mit unserem 60 Liter Gepäckstück und Sumi im Auto Richtung Kleinwalsertal in Österreich. Das Kleinwalsertal ist ein Hochtal, liegt in den Allgäuer Alpen und gehört zum österreichischen Bundesland Vorarlberg. Aufgrund der geographischen Lage mit seiner alpinen Geländestruktur hat das Kleinwalsertal keine direkte Verkehrsverbindung zum übrigen Vorarlberger Land. Das Tal ist nur von der Nachbargemeinde Oberstdorf in Bayern auf einer Straße zu erreichen.

Nach einer guten und staufreien Fahrt erreichten wir am frühen Nachmittag das Alpenhotel Widderstein in dem Ort Baad ganz am Ende des Tals und bezogen unser Zimmer für die erste Nacht. Eine kleine Wanderung zum Einlaufen hatte ich eingeplant und so machten wir uns leider bei Regen auf einen ca. 2-stündigen Rundmarsch. Die Umgebung war schon sehr beeindruckend und ich freute mich nach der Dusche auf das Abendessen. Im Restaurant wurde mir vorher schon gesagt, dass für die Wandergruppe der Alpenüberquerung zum Abendessen und anschließendem Informationsgespräch ab 18:00 Uhr ein Tisch reserviert sei. Frohgelaunt betrat ich ein kleines Separee mit einem großen Tisch, an dem noch frohgelauntere Menschen meines Alters saßen und schon kräftig am Kauen waren. Ich stellte mich vor, die anderen taten es ebenso, aber die vielen neuen Namen konnte ich mir natürlich nicht auf Anhieb merken. Da fällt mir die Zuordnung der Menschen im Beisein ihrer Hunde gleich viel leichter. Aber Hunde waren ja im Restaurant nicht erlaubt.

„Komm, setz dich zu uns“, sagte eine Frau mit schwäbischem Dialekt, die mich sofort an Rose Schultze aus den Fernsehfilmen der „Familie Bundschuh“ von und mit Andrea Sawatzki erinnerte. Das war Heike. Wie bereits gesagt, wir waren alle im etwa gleichen Alter von Anfang 50 bis Mitte 60. Etwas später kamen dann Sabine und Helmut, die Inhaber der Hundewelt Wandertouren GmbH dazu und stellten uns die beiden Reisebegleiter Sibylle und Christoph, kurz Öf genannt, vor. Es wurde besprochen, auf was bei den Touren geachtet wird (z.B. ist die Gruppe nur so schnell wie der Langsamste), die Uhrzeit und der Treffpunkt für den ersten Wandertag wurden bekannt gegeben und es bestand noch die Möglichkeit, Booties für die Hunde zu kaufen. Dies habe ich auch in Anspruch genommen, denn meine mitgebrachten Fleecebooties waren zwar trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch wie neu, aber das Material hat sich im Laufe der Zeit verbessert. Es wurden noch verschiedene Arten Wanderschuhe vorgestellt und ermahnt, dass man nur mit guten und ordentlichen Schuhen mitgehen kann. Sibylle sagte, sie würde die Wanderschuhe jedes einzelnen am nächsten Morgen kontrollieren.

Voller Vorfreude habe ich später im Zimmer noch mal unser komplettes Gepäck ausgepackt und nachgesehen, ob ich wirklich alles dabeihatte.

Alpenüberquerung mit Hund
Neue Botties braucht der Hund…

Alpenüberquerung Nordroute Tag 1, Sonntag, 12.07.2020

(Baad – Gemsteltal – Widdersteinhütte – Hochkrumbach – Hotel Körbersee; bergauf 850 m, bergab 350 m, Gehzeit ca. 5 Std.)

Sonntag früh, scheint da etwa die Sonne durch die Vorhänge? Ja, sie tut es! So kann der Tag beginnen.

Aufstehen, Bad, kurze Runde mit Sumi, diese dann füttern, Bündel schnüren und zum Abtransport bereitstellen, selbst frühstücken, Wanderschuhe anziehen, Tagesrucksack auf den Buckel, Hund an die Leine – so würde der Ablauf der nächsten Morgen für uns beide sein.

Wir trafen uns um 07:45 Uhr auf dem Parkplatz des Hotels. Hier sah ich nun die frohgelaunten Menschen von gestern Abend zum ersten Mal mit den zugehörigen Hunden:

Heike und Lona mit Mischlingsrüde Kim

Bärbel und Horst mit Flat-Coated-Retriever Falco

Jutta und Utz mit Mischling Boomer und Labrador Prinz (Utz war nur morgens beim Frühstück und abends mit uns zusammen; tagsüber fuhr er mit seinem Motorrad spazieren und Jutta wanderte alleine mit den beiden Hunden)

Isa und Michael mit Lagotto-Rüde Murphy

Jutta mit ihrer besten Freundin Willi und Border Collie-Hündin Shirley

Beate und Jürgen mit Border-Collie-Hündin Happy

Und schließlich ich als einzig Alleinreisende mit Sumi

Alpenüberquerung mit Hund
Warten auf den Bus an der Haltestelle in Baad

Sibylle begrüßte uns in ihrer und ruhigen und ernsten Art, gab noch einige Infos zum Tagesablauf bekannt und dann ging es los zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin sagte ich ihr, sie habe gar nicht die Wanderschuhe inspiziert. Sibylles Antwort war: „Doch das habe ich. Deine sind recht neu!“ Oh, die Frau hat recht und sieht alles, war mein Gedanke.

Nach der sehr kurzen Busfahrt begann dann endlich das „richtige“ Wandern.

Auf dem Gemstelweg ging es über den Fluss Breitach (der der bekannten Breitachklamm bei Oberstdorf den Namen gab) und dann hinein in das Gemsteltal. Zuerst führte der Weg durch Wiesen und am Waldrand entlang, alles noch ganz easy. Danach ging es auf dem breiten Weg weiter immer sanft ansteigend bis zur Hintergemstelalpe am Talschluss (herrliches Panorama mit Blick nach Mittelberg und Baad).

Alpenüberquerung mit Hund
Hintergemstelalpe in Sicht

Hinter der Hütte begann der eigentliche Aufstieg. Zunächst folgten wir dem schmalen und zunehmend steinigen Pfad, der uns an einer Felsstufe entlang zur Gemstelklamm führte. Dann ging es weiter über den Gsprengten Steig, der im oberen Bereich durch ein Drahtseil abgesichert war. Nahezu ebenerdig ging es nun oberhalb der Klamm zum vorerst letzten Anstieg auf die Obere Gemstelalpe. Nach dem wirklich anstrengenden Aufstieg hatten Mensch und Hund sich eine kurze Rast und ein kühles Getränk verdient.

Wer rastet, der rostet. Von der 1692 m hoch gelegenen Gemstelalpe folgten wir einem steinigen Pfad in Richtung Gemstelpass. Von der Passhöhe auf 1971 m war es nur noch ein kurzes Stück in fast ebenem Gelände zur Widdersteinhütte direkt unterhalb des Großen Widdersteins. Eine Bergkulisse, die zum Verweilen einlud.

Hier war der passende Ort um eine längere Rast einzulegen und sich mit Buttermilch, Sauerkraut und Brot (mein Wahlmenü) zu stärken. Im Laufe dieser ersten paar gemeinsamen Stunden fiel es mir zunehmend leichter, die einzelnen Mitwanderer anhand ihrer Hunde auseinanderzuhalten und mir deren Namen einzuprägen.

Alpenüberquerung mit Hund
Rast auf der Widdersteinhütte

Nach der Pause machten wir uns auf den Weg über Hochkrumbach zum Körbersee, wo wir auch die Nacht verbringen würden. Da der Weg nach Hochkrumbach sehr steil bergab ging, erhielten wir noch eine Einführung von unseren Bergführern über das richtige Bergablaufen. Man soll dabei den Oberkörper etwas nach vorne geneigt halten, so dass einem „ein Tropfen aus der Nase direkt auf die Schuhspitze fallen würde“. Gar nicht so einfach umzusetzen, wenn man Zeit seines Lebens so gelaufen ist, wie es einem das Gefühl sagt.

Nach dem steilen Abstieg erreichten wir die Höhensiedlung Hochkrumbach mit dem Hotel Adler, direkt an der vielbefahrenen Bregenzerwaldstraße gelegen. Hier trafen wir auf den Motorradfahrer Utz, der sein Motorrad für die kommende Nacht in der Garage des Hotels Adler abstellen durfte (alles vorab organsiert durch das Team der Hundewelt) und zusammen mit uns den restlichen Weg zum Berghotel Körbersee zu Fuß zurücklegen musste. Ein wesentlicher Glücksfaktor dieses Hotels ist die fehlende Straße – das Haus ist zu keiner Zeit mit dem Auto erreichbar. Das Gepäck wird an einem vorher bestimmten Ort abgelegt und dann später mit der Materialseilbahn ins Berghotel gebracht.

Alpenüberquerung mit Hund
Blick auf den Körbersee

Der Körbersee – mitten in einem Naturschutzgebiet liegend – und dessen Umgebung wurden erst 2017 von der Sendung “9 Plätze 9 Schätze” zum schönsten Ort Österreichs gewählt.“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Das kleine Zimmer, das hier auf mich und Sumi wartete, war das kleinste und einfachste Zimmer während unserer Alpenüberquerung, aber auch das gemütlichste. Es befand sich wie alle anderen „Hundezimmer“ im dem älteren der beiden zum Hotel gehörenden Häuser. Es war wie früher: Waschbecken auf dem Zimmer, kein Fernseher, Etagendusche und Etagenklo. Unter anderen Umständen würde ich heute solch ein Zimmer nicht mehr buchen, aber hier hat es irgendwie dazugehört und war wunderschön. Raus aus den Wanderschuhen, den passenden Zeitpunkt der freien Etagendusche abpassen, „runderneuern“ und dann noch eine kleine Abschlussrunde an den See war mein Plan bis zum Abendessen. Bei diesem Rundgang lernten wir auch den hoteleigenen Hund kennen: wie es sich für ein Berghotel gehört ist dies ein Bernhardiner namens Barry (der Sechste; vor ihm gab es schon Barry 1 bis 5). Nach dem wohl verdienten und köstlichem Abendessen noch einen Absacker und dann schnell zu Sumi aufs Zimmer und ins Bett. Das man nach solch einem Tag schläft wie ein Baby versteht sich von selbst.

Alpenüberquerung mit Hund
Körbersee

Alpenüberquerung Nordroute Tag 2, Montag, 13.07.2020

(Hotel Körbersee – Oberlech – kurzer Transfer nach Lech/Zug – Ravensburger Hütte – Klösterle – Partenen; bergauf 600 m, bergab 1000 m, Gehzeit ca. 6 Std.)

Aufwachen am nächsten Tag und wieder scheint die Sonne! Der frühe Vogel fängt den Wurm und an ausschlafen war bei unseren Wanderungen nicht zu denken. So trafen wir uns schon um 07:30 Uhr vor dem Hotel zum Abmarsch Richtung Oberlech.

Erst führte uns der Weg am Ufer des Körbersees entlang und ging dann in einen schmalen Fußpfad über. Dieser verlief durch ein Feuchtgebiet und traf an der Bregenzer Ache auf einen breiten Güterweg. Die Bregenzer Ache bot den Hunden immer wieder Gelegenheit daraus zu trinken, aber unsere beiden Wanderführer duldeten keine langen Pausen, denn am Ende der ersten Etappe durch die wundervoll saftigen Auenfeldwiesen nach Oberlech warteten dort 2 Taxibusse auf uns. Diese Taxis waren sowieso für den Gepäcktransport gebucht und brachten uns in das nur wenige Kilometer entfernte Zug.

Alpenüberquerung mit Hund
Fotoshooting vor dem Wasserfall

Von hier führte uns die Wanderung auf einem anfangs recht steilen Weg erst durch Wald, vorbei an einem Wasserfall mit Fotostop weiter durch das Stierlochtal. Die Bäume wurden weniger und die Vegetation mit jedem Meter karger, aber trotzdem wunderschön. Immer wieder hörten wir das Pfeifen der Murmeltiere, die sich mit ihren Pfiffen gegenseitig vor Eindringlingen warnen. Ab und zu konnten wir sogar eins der Tiere aufrechtstehend sehen. Der nun mäßig ansteigende Weg war recht gut ausgebaut und schon von weitem konnte man am Ende des Tals das auf 2004 m gelegene Stierlochjoch sehen.

Alpenüberquerung mit Hund
Der Weg ist das Ziel. Blick auf das Stierlochjoch

Nach der Überschreitung des Jochs verlief der Weg über Almwiesen auf fast ebenem Niveau zur Ravensburger Hütte. Der Wirt dieser Hütte soll nicht sehr hundefreundlich sein und weil wir dort einkehren wollten ermahnten uns Sibylle und Öf sehr gut auf unsere Hunde und deren Benehmen zu achten. Wie erwartet benahmen sich alle vorbildlich und so schmeckte der Kasknödel noch besser.

Alpenüberquerung mit Hund
Leckere Kasknödel

Der Weg nach der Rast beschrieben unsere Bergführer vorab als sehr steinig und geröllhaltig; so fanden hier die neu erworbenen Booties ihre Premiere.

Alpenüberquerung mit Hund
Begeisterung sieht anders aus

Es ging nun steil bergab durch Geröll Richtung Stausee Spullersee, durch einen Wald nach Klösterle. Dort wartete wieder der Taxibus auf uns und fuhr uns ins nächste Nachtquartier nach Partenen im Talende des Montafons. Das Hotel Zerres erwies sich im Nachhinein als das hundefreundlichste Hotel unseres Urlaubs. Es wartete nicht nur eine Schüssel mit einem Leckerli auf Sumi, sondern es lag sogar eine Hundedecke bereit. Diese nahm Sumi gleich in Anspruch, denn sie war nach 2 Tagen Hardcorewandern recht erschöpft. Alpenüberquerung Nordroute Tag 3, Dienstag, 14.07.2020 (Bergbahnfahrt – Wiegesee – Verbellalpe – Galtür; bergauf 500 m, bergab 500 m, Gehzeit ca. 5 Std.)

Heute früh wurden wir wieder mit Sonnenschein begrüßt. Nach dem sehr leckeren Abendessen am Vortag folgte ein sehr gutes und reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Vom Hotel waren es nur wenige Meter zur Talstation der Tafamunt Bergbahn. Diese wollten wir in Anspruch nehmen, um einige Höhenmeter Anstieg zu sparen. Die Hunde bekamen ihre Maulkörbe an, die Menschen ebenso (Mundnasenschutz) und es ging 500 m mit der Gondel hinauf bis zur Bergstation Alpstübli. Aus eigener Kraft ging es auf einem stetig ansteigendem Waldpfad über Baumwurzeln und Steine in eine Hochmoorlandschaft, die zu einem Europaschutzgebiet ernannt wurde. Von hier gab es immer wieder atemberaubende Aussichten auf die gegenüberliegenden Gipfel der Silvretta incl. dem gleichnamigen Stausee und der SilvrettaHochalpenstraße.

Alpenüberquerung mit Hund
Im Hintergrund die Silvretta mit der Hochalpenstraße

Wir setzten unseren Weg durch eine artenreiche Pflanzenwelt fort und passierten den Wiegensee. Dieser Moorsee liegt auf einer Höhe von 1940 m und ist zusammen mit seiner Umgebung ein streng geschütztes Flora-Fauna-Habitat. Dies bedeutete für die Hunde, dass es ihnen nicht erlaubt war aus dem See zu trinken oder gar darin zu baden. Aber Sibylle und Öf versprachen noch eine schöne Bademöglichkeit für die Vierbeiner.

Alpenüberquerung mit Hund
Wiegensee

Durch die schöne Hochmoorlandschaft führte der Wanderpfad in sanftem Auf und Ab nun allmählich weiter hinein in die weite Landschaft des Verwalls, bis wir schließlich die bewirtschaftete Verbellalpe erreichten. Hier gönnten wir uns eine Pause und genossen Buttermilch und Butterbrot. Den weiteren Weg setzen wir auf dem Großen Walserweg fort und uns begegnete – nicht zum ersten Mal in diesen Tagen – eine grasende Rinderherde.

Da gerade mit Mutterkühen nicht zu spaßen ist und sie Hunden gegenüber durchaus gefährlich werden können, haben die Hundeführer in solch einem Fall einen großen Bogen um die Herde gemacht, während unsere Wanderbegleiter diese für den Fall des Falles in Schach hielt.

Alpenüberquerung mit Hund
Grasende Weggefährten

Und endlich kamen wir an den versprochenen Badesee für die Hunde. Außer uns war niemand dort, also ist dieser kleine See wohl ein Geheimtipp. Die Freude einiger Hunde war kaum zu bändigen und sie sprangen mit Anlauf ins kühle Nass. Sumi, ganz Akita, schritt an das Ufer des kleinen Sees und zog es dann aber vor, sich ihre Füße in dem kleinen Bach, der den See speiste, zu kühlen und daraus zu trinken.

Alpenüberquerung mit Hund
Der Hundebadesee ohne Namen

Nach dem Badevergnügen ging es weiter zum Zeinisjoch und dem Speichersee Kops (1822 m) und wir wechselten vom österreichischen Bundesland Vorarlberg in das Bundesland Tirol. Nach dem Stausee ging es bergab Richtung Galtür, dem Ort unserer nächsten Übernachtung.

Erschöpft erreichten wir das Hotel Casada und gönnten uns auf der Terrasse erst einmal ein Aperol Spritz. Beim späteren Abendessen gesellte sich vor lauter Glückseligkeit noch ein Enzian zu dem Aperol…

Für den nächsten Tag sagte der Wetterbericht Regen und ab einer Höhe von 2000 m sogar Schnee voraus. Diese Tour mit Wechsel in die Schweiz konnte nicht wie geplant von der Jamtalhütte über den Futschölpass (2800 m) erfolgen, da dieser zu hoch liegt und die Wege dort schwieriger zu gehen sind als bei vergleichbaren anderen Alpenpässen. Sibylle telefonierte einige Male und änderte die morgige Tour dahingehend, dass die Wandertruppe mit dem Gepäcktaxi über Ischgl in das Fimbatal bis zur Heidelberger Hütte gefahren werden würde und von dort über den Fimberpass (2609 m) nach Scuol laufen sollte. Da Sumi etwas schwächelte riet Sibylle mir dazu den nächsten Tag mit ihr die Wanderung nicht anzutreten, weil es unterwegs für den Fall des Falles keine Möglichkeit zum Rücktransport geben würde. Außerdem sei die fünfte Wanderung die schönste und da sollten wir unbedingt dabei sein. Schweren Herzens stimmte ich zu, würde aber den nächsten Tag nicht alleine verbringen müssen, denn Jutta mit Shirley und Heike wollten sich einen Tag Ruhe gönnen.

Alpenüberquerung Nordroute Tag 4, Mittwoch, 15.07.2020

(Taxi bis Jamtalhütte – Futschölpass – Schweiz Val Urschai – Val Tasna – Ftan, bergauf 600 m, bergab 1150 m, Gehzeit ca. 6 Std.)

Erstes Aufwachen in Österreich ohne Sonnenschein. Der Himmel war verhangen und es war kalt. Vielleicht würde mir der Verzicht auf die heutige Wanderung dadurch nicht ganz so schwer fallen…

Mit Taschentüchern winkend und Tränen in den Augen verabschiedeten Jutta, Heike und ich am Morgen die glücklichen Wanderer und warteten dann geduldig auf das Gepäcktaxi, das uns 3 mit Sumi und Shirley nach Ftan im Engadin in der Schweiz bringen würde.

Es wurde eine unterhaltsame Reise. Der in Ischgl wohnende Taxifahrer erzählte uns während der 1 ½-stündigen Fahrt vom Paznauntal rund um den Berg ins Obere Inntal einige interessante Dinge über Land und Leute. Von dem Hauptort Scuol aus führt eine kurvenreiche Straße in das kleine Bergdorf Ftan. Hier wartete das nächste Hotel namens Engiadina auf uns. Am Empfang lag eine Liste mit unseren Namen und den jeweiligen Zimmernummern mit Schlüssel, sodass wir Zurückgebliebenen unsere Zimmer schon beziehen konnten. Sibylle hatte uns mit einer Wanderkarte und Anregungen ausgestattet, wie wir den Tag verbringen könnten. Wir hatten uns vorher schon dazu entschieden, mit dem Bus zurück nach Scuol zu fahren und von dort aus die Bergbahn auf den Motta Naluns zu nehmen, um dort ein wenig spazieren zu gehen. Gesagt getan. Das Wetter war wie vorausgesagt unbeständig und so blieb es bei einer kleinen Runde, aber wir kehrten noch in dem Restaurant an der Bergstation ein und gönnten uns einen Kuchen. Der Blick auf die gegenüberliegenden Berge war trotz des tief verhangenen Himmels beeindruckend. Da würde es uns morgen hin verschlagen…

Alpenüberquerung mit Hund
Dort irgendwo ist die Uina-Schlucht

Von der Talstation aus liefen wir in das Zentrum von Scuol, um dort noch etwas zu bummeln und den Bus um 17:00 Uhr zurück nach Ftan zu nehmen. Welche Freude war es, als wir am Busbahnhof unsere Mitwanderer aus einem Bus steigen sahen. Mit großem Hallo begrüßten wir uns und waren natürlich sehr gespannt auf ihre Erzählungen der heutigen Wanderung. Alles in allem hatten sie trotz der schlechten Wetterprognosen Glück und sind fast trocken durch den Tag gekommen.

Abends erwartete uns in dem Restaurant der Hotelbesitzer eine leckere Auswahl an verschiedenen Pizzen. Dazu gab es – weil die Ehefrau des Hoteliers aus Japan stammt – japanisches Asahi-Bier. Welch Freude: in der Schweiz sitzend ein italienisches Essen und ein japanisches Getränk zu sich nehmen.

Alpenüberquerung Nordroute Tag 5, Donnerstag, 16.07.2020

(Busfahrt bis Sur En – Uina-Schlucht – Italien – Schliniger Pass – Schlinig – Taxi nach St. Valentin; bergauf 1000 m, bergab 500 m, Gehzeit ca. 5 ½ Std.)

Das Wetter an diesem Morgen schien nicht vielversprechend; es regnete etwas und die Wolken hingen sehr tief. Egal. Zum vorletzten Mal schnürten wir unser Bündel, packten den Tagesrucksack und bestiegen den Bus, der uns von Ftan über Scuol nach Sur En auf der anderen Seite des Inns brachte.

Alpenüberquerung mit Hund
Letzte Möglichkeit zum Boxenstopp

Dort angekommen, wurde alles noch einmal gerichtet, der Regenschirm aufgespannt und los ging es in das Uina Tal.

Jahrhundertelang war die Uina-Schlucht nicht begehbar und tatsächlich unbezwingbar, eine Sackgasse, das dahinterliegende Hochtal nur vom italienischen Südtirol her erreichbar. Dann wurde im Jahr 1910 ein Weg in den Kalkfels gesprengt. Was als Zugang zur Sesvennahütte und zu den Weiden der Alp Sursass hinter der Schlucht gedacht war, wurde alsbald vor allem von Schmugglern genutzt.

Alpenüberquerung mit Hund
Blick in das Tal der Uina

Anfangs führte uns der breite Weg durch Wald immer an dem Wildbach Uina entlang, der in Sur En in den Inn mündet.

Alpenüberquerung mit Hund
Früher als Schmugglerweg genutzt

Inzwischen hörte es auf zu regnen. Das Tal wurde immer enger, der Bach toste lauter, die Alpvegetation wurde allmählich karger. Der Weg schlängelte sich immer kühner dem Hang entlang, und plötzlich ging es einfach nur noch aufwärts.

Der gut einen Meter breite Weg wurde seinerzeit zumeist als felsüberdachte Galerie in den Stein gehauen, führte aber auch durch zwei kurze, unbeleuchtete Tunnel. Nervenkitzel pur, auch wenn der Weg über weite Strecken mit Seilen und Geländern gut gesichert war. Doch trittsicher und schwindelfrei sollte man hier unbedingt sein.

Die Hunde hatte anscheinend keinerlei Probleme mit der Höhe, dem schmalen Weg und dem tiefen Blick in die Schlucht.

Alpenüberquerung mit Hund
Blick in die Schlucht; oberhalb ist der in den Fels gebaute Weg zu erkennen

 

Alpenüberquerung mit Hund
Der Weg wird enger und spannender. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist hier erforderlich.

 

Alpenüberquerung mit Hund
Seile und Geländer sichern den Weg an markanten Stellen

Ich kam mir zwischen den fast senkrecht aufsteigenden Felswänden klein und unbedeutend vor und empfand so etwas wie Ehrfurcht vor dieser von der Natur geschaffenen Bergwelt.

Alpenüberquerung mit Hund
Hier ist der in den Fels gebaute Weg gut zu erkennen

Am Ende der Schlucht wurde der Weg wieder breiter, der Bach ruhiger und man fühlte sich plötzlich in einer anderen Welt. Ein weites Hochtal mit kargen Wiesen, aber blühenden Almblumen öffnete sich uns. So muss es in den schottischen Highlands aussehen.

Alpenüberquerung mit Hund
Am Ende der Schlucht vor der Hochebene

 

Alpenüberquerung mit Hund
Schottisches Highland?

In dieser beeindruckenden Kulisse machten wir Rast, genossen die Aussicht und lauschten dem Pfeifen der Murmeltiere.

Alpenüberquerung mit Hund
Gibt es einen besseren Platz für eine Rast?

Frisch gestärkt setzten wir unseren Weg Richtung dem 2309 m hoch gelegenen Schlinigpass fort, an dem die Landesgrenze zwischen der Schweiz (Kanton Graubünden) und Italien (Region Südtirol) verläuft. Auch hier gab es wieder glückliche Kühe, die den Sommer in der Freiheit der Berge verbringen durften.

Alpenüberquerung mit Hund
In dieser Gegend gibt es sogar Edelweiß

Die Sesvennahütte ließen wir links liegen und wieder führte uns der Weg durch ein Hochmoor mit Feuchtwiesen, das in das Schlieniger Tal mündete. Wir kehrten in der Schlieniger Alm ein und stießen gemeinsam auf unsere „Alpenüberquerung“ an.

Alpenüberquerung mit Hund
Das hatten wir uns verdient!

 

Alpenüberquerung mit Hund
Eingeparkt

Nach einem halbstündigen Fußmarsch auf einer geteerten Fahrstraße erreichten wir den Ort Schlienig, wo bereits das Taxi für den Transfer nach St. Valentin am Haidersee im Oberen Vinschgau auf uns wartete. Das Hotel Ortlerspitze hat seinen Namen zurecht, denn man hat von hier aus einen wunderschönen Blick über den Haidersee bis zum Ortler. Das Hotel war gleichzeitig die schickste Herberge, in der wir übernachteten. Abends wurden wir mit einem 5-Gang-Menü für all unsere Mühen belohnt.

Alpenüberquerung Nordroute Tag 6, Freitag, 17.07.2020

(Busrückreise ins Kleinwalsertal)

Heute hieß es Abschied nehmen von dem schönen Südtirol und den Bergen. Der Taxibus brachte uns vorbei am Reschensee, über den Reschenpass, durch das Oberinntal, über den Fernpass, vorbei an Füssen und Sonthofen wieder zurück zum Startpunkt unserer Wandertour ins Kleinwalsertal. Einige meiner Mitwanderer blieben noch für eine weitere Nacht im Alpenhotel Widderstein, doch Sumi und ich machten uns zügig, aber voller Wehmut auf den Heimweg in den Taunus.

Auch wenn mir eine Etappe von dieser Alpenüberquerung fehlt, möchte ich das Erlebnis zusammen mit Sumi, die vielen Eindrücke und die netten Menschen dieser Tage nicht missen. Es war ein großes Abenteuer. Es war unser letztes gemeinsames Abenteuer…

Alpenüberquerung mit Hund
Beate Vetter

Wir hoffen, euch hat unser Blogartikel gefallen! Bei Ideen, Anregungen oder Korrekturwünschen bitten wir um einen Kommentar 🙂

Euer 4Pfoten-Urlaub-Team

 

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