Teil 2: Übergewicht beim Hund: Folgen, Gewichtsreduktion, Hundediät

4Pfoten-Urlaub stark übergewichtiiger Hund

Im ersten Artikel unserer Mini-Serie haben wir Ihnen erklärt, was Übergewicht und Adipositas beim Hund eigentlich sind, wie Sie erkennen, ob Ihr Hund übergewichtig ist, und welche Faktoren dafür verantwortlich sein können. In diesem Artikel möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Folgen ein zu hohes Gewicht für Ihren Hund haben kann, wie Sie ihn beim Abnehmen unterstützen können und worauf Sie bei einer Hundediät achten sollten.

Grundsätzlich legen wir Ihnen ans Herz, sich an an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden!

Er wird Ihren Hund auf mögliche Erkrankungen untersuchen und Ihnen dabei helfen, einen optimalen Speiseplan für Ihre Fellnase zu entwickeln!

Welche Folgen hat Übergewicht beim Hund?

Untersuchungen haben längst gezeigt, dass Übergewicht das Hundeleben deutlich verkürzt, die Lebensqualität des Vierbeiners drastisch einschränkt, unterschiedliche Erkrankungen begünstigt und bei Operationen das Risiko erhöht.

Die Fettzellen bilden sich an unterschiedlichen Stellen im Hundekörper. Am gefährlichsten sind die, die sich im Bindegewebe der inneren Organe bilden. Sie beeinflussen den Stoffwechsel und den Hormon-Haushalt des Hundes und können die Funktion der Organe massiv beeinträchtigen.

So entstehen beispielsweise Diabetes, und durch die Fettzellen vermehren sich entzündungsfördernde Stoffe, die Arthrose entstehen lassen. Zu den bekannten Folgeerkrankungen von Übergewicht bei Hunden zählen außerdem

  • übermäßiger Verschleiß von Gelenken durch die höhere Gewichtsbelastung,
  • Inkontinenz bei kastrierten Hündinnen,
  • Hauterkrankungen,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Erkrankungen der Atemwege und
  • Verdauungsstörungen, vor allem Verstopfung.

Wie Sie Ihren Hund beim Abnehmen unterstützen können

Bitte reduzieren Sie nicht einfach drastisch die Futtermengen! Der so genannte „Jojo-Effekt“ wird auch bei Hunden beobachtet: Verlieren die Vierbeiner zu schnell an Gewicht, können sie es genauso schnell wieder aufnehmen. Eine langsame, kontrollierte Gewichtsreduktion ist daher in jedem Fall besser:

  • Bieten Sie Ihrem Hund über einen längeren Zeitraum kleinere Rationen an Futter mit reduziertem Fettgehalt an. Achten Sie gleichzeitig darauf, dass er alle Nährstoffe erhält, die er benötigt.

  • Widerstehen Sie den traurigen Kulleraugen, wenn Ihr Hund Ihnen weismachen möchte, dass er gleich vor Hunger umkippen wird.

  • Um ihn für eine gute Leistung zu belohnen, darf es statt eines Leckerbissens auch einfach mal eine liebevolle Kuscheleinheit oder ein lustiges Ballspiel sein.

  • Dokumentieren Sie, was Ihr Hund in welchen Mengen zu sich nimmt, in einer Art Tagebuch. So können Sie sich auch regelmäßig mit dem Tierarzt abstimmen, ob die Fütterung angepasst werden kann oder muss.

  • Erhöhen Sie den Aktivitätslevel Ihres Hundes. Wenn er schon älter ist oder das Übergewicht bereits die Gelenke beeinträchtigt, gehen Sie mit ihm schwimmen. Die fast schwerelose Bewegung im Wasser schont den Körper und verbrennt eine Menge Fett!

Bessere Ernährung!

Achten Sie bitte grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung und streichen Sie hochkalorische Leckerbissen wie getrocknete Schweineohren oder Kauknochen aus Rinderhaut radikal vom Speiseplan. Schauen Sie, ob Ihr Vierbeiner rohe Karotten mag – die darf er dann auch gern stückchenweise als Leckerbissen zwischendurch genießen.

Mehr Bewegung!

4Pfoten-Urlaub Bewegung
4Pfoten-Urlaub ruhige Spaziergänge lieben alle Hunde

Wenn Ihr Vierbeiner sich ungern bewegt, sollten Sie ihn unbedingt zu mehr Mobilität animieren, da er sonst in einen Teufelskreis gerät. Weniger Bewegung => mehr Gewicht => höhere Trägheit => noch weniger Bewegung => noch mehr Gewicht…

Überfordern Sie Ihren Hund aber bitte nicht, sondern lassen Sie es langsam angehen, damit die Gelenke, Muskeln und das Herz-Kreislauf-System keinen Schaden nehmen. Probieren Sie ein paar unterschiedliche Dinge aus und schauen Sie, was Ihrem Hund Spaß macht. Dann hat er auch deutlich mehr Lust, aktiv zu werden.

Die ideale Hundediät: Hundefutter light oder Diät-Hundefutter?

Die Ernährung eines Hundes ist ein sehr komplexes Thema, und Futter- und Diätpläne sollten immer individuell auf den jeweiligen Vierbeiner abgestimmt werden. Neben Tierärzten gibt es viele weitere ausgebildete Spezialisten, die Ihnen mit ihrem Fachwissen gern zur Seite stehen, zum Beispiel Tier-Heilpraktiker.

Bedenken Sie, dass bei der Diätplanung Ihres Hundes einige Faktoren einbezogen werden müssen, zum Beispiel die Rasse, die Lebensweise und gegebenenfalls Vorerkrankungen. Außerdem sollten Sie den Unterschied zwischen Light- und Diät-Futter kennen:

Im Fachhandel finden Sie in der Regel sowohl Light-Hundefutter als auch Diät-Hundefutter. Das Wort „light“ soll implizieren, dass das Futter „leicht“, also gut verdaulich und kalorienreduziert ist. Tatsächlich gilt das nur im Vergleich mit den anderen Futtersorten derselben Marke! Es kann also genauso viele Kalorien beinhalten wie ein reguläres Hundefutter einer anderen Marke. Bei dem Wort „light“ handelt es sich nicht um einen geschützten Begriff, er kann alles und nichts bedeuten.

Der Begriff oder die Bezeichnung „Diätfutter“ dagegen ist tatsächlich geschützt. Die Hersteller von Diät-Futtermitteln müssen bestimmte EU-Richtlinien einhalten, um ihre Produkte als solche bezeichnen zu dürfen. Dazu zählen genaue Kennzeichnungen und Angaben auf dem jeweiligen Produkt.

Bei einem Diätfutter liegt der Kaloriengehalt in der Regel um 15 bis 25 Prozent unter dem eines regulären Hundefutters jeglicher Marke. Gleichzeitig ist das Futter so zusammengesetzt und hochwertig, dass Ihr Hund bei normal großen Portionen nicht hungert. Dank der genau zu beachtenden Vorgaben für Nährstoff- und Vitamingehalt können Sie außerdem sicher sein, dass Ihr Vierbeiner keinen Nährstoffmangel haben wird.

Wir hoffen, euch hat unser Blogartikel gefallen! Bei Ideen, Anregungen oder Korrekturwünschen bitten wir um einen Kommentar 🙂

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