Fliegen mit Haustieren

Wenn Sie auf Reisen gehen möchten und den geliebten Vierbeiner dabei nicht missen wollen, dann müssen Sie mit Hund, Katze und Co. fliegen. Dabei gibt es einige Richtlinien und Gesetze zu beachten. Am wichtigsten ist natürlich, dass Samtpfote oder der beste Freund des Menschen gut und wohlbehalten am Ziel ankommen.

Urlaub mit Hund
Flugreise mit Hund

Vor dem Flug: Vorbereitungen

Grundsätzlich dürfen Hunde, Katzen, Vögel, Kleintiere, Schildkröten und auch Fische mit Ihnen im Flugzeug reisen; nicht erlaubt sind Nagetiere, Marder, Reptilien, Greifvögel oder Nutztiere. Das Tier darf nicht krank, verletzt oder frisch operiert sein. Vor dem Fliegen mit Haustieren sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle nötigen Unterlagen und Versicherungen beisammenhaben und sich über die Vorschriften der jeweiligen Airline und Unterkunft informiert haben. Außerdem ist es ratsam, vor dem Fliegen mit dem Haustier nochmal einen Besuch beim Tierarzt zu vereinbaren. Dieser kann Ihnen wichtige Ratschläge geben und checken, ob das Tier überhaupt fliegen darf. Ebenso kann es von Vorteil sein, eine Haustier-Krankenversicherung abzuschließen.

Alle Tiere brauchen einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Jeder niedergelassene Tierarzt mit Ermächtigung des Veterinäramtes darf einen Heimtierausweis ausstellen; in diesem müssen sich Informationen zum Tierhalter, ein Foto des Tieres (gegebenenfalls mit dem Tierhalter), Angaben zu Impfungen mit offizieller Kennzeichnung und Gültigkeitsdauer und Angaben zu Art des Mikrochips, die Mikrochipnummer und der Barcode befinden. Gegebenenfalls sind im gewünschten Einreiseland noch weitere Impfungen oder Behandlungen gegen Parasiten erforderlich. Informieren Sie sich doch beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), bei der Botschaft oder beim Tourismusamt über die Einreisebestimmungen Ihres Ziellandes. Beachten Sie außerdem, wenn Sie in ein Nicht-EU-Land ausreisen, die Wiedereinreisebestimmungen in die EU.

Bevor Sie sich für eine Fluggesellschaft entscheiden, müssen Sie abklären, bei welcher man denn mit Katze und Co. fliegen darf. easyJet, Ryanair oder Wizzair erlauben keine Tiere auf ihren Flügen, außer natürlich Assistenzhunde. Als solche gelten Hunde, wenn sie ein offizielles Zertifikat über die Ausbildung zum Assistenz- oder Blindenhund in Papierform nachweisen können. Nicht fliegen sollten Sie mit folgenden Hunde- und Katzenrassen: Bulldoggen, Möpse, Boxer, Pekinese, Chow-Chow, Perser, Schottische Faltohr- oder Himalaya-Katze. Bei diesen Rassen liegt eine Deformation des Schädels vor, was zu gesundheitlichen Problemen, bis hin zu Gefahr für Leib und Leben führen kann.

 

Der Flug: Das Haustier sicher unterbringen

Haben Sie alle Dokumente, Informationen und Papiere zusammen, geht es an die Auswahl der Airline und die Unterbringung des Haustieres. Bei den meisten Fluggesellschaften darf man den geliebten Vierbeiner bis zu einer bestimmten Größe mit in die Passagierkabine nehmen. Bei den meisten Airlines sind das zwischen 6 und 8kg inklusive Transportbox. An die Unterbringung in der Transportbox sollte das Tier gewöhnt sein und sich darin wohlfühlen. In der Kabine muss diese Box luftdurchlässig, bissfest, wasserdicht und ausbruchsicher sein. Das Haustier muss sich aufrecht darin bewegen und sich ausgestreckt hinlegen können. Legen Sie eine Decke hinein, die das Tier gewöhnt ist.

Beim Fliegen mit Katze oder Hund im Frachtraum gibt es weitere Dinge zu beachten. Tiere haben zum Beispiel ein sehr viel feineres Gehör als Menschen und sind deshalb wesentlich empfindlicher für den Lärm im Frachtraum. Außerdem können Sie das Tier dort nicht beaufsichtigen, es hat keinen Kontakt zu Herrchen oder Frauchen und es ist kälter als im Passagierraum. Die Transportbox sollte zusätzlich stabile Verschlüsse, ausreichend Luftschlitze und einen von außen befüllbaren Wasserbehälter haben. Sie sollten das Tier ohne Geschirr oder Leine in die Box legen, da sonst Strangulationsgefahr herrscht. Statten Sie die Box unbedingt mit einem Schild mit Ihrer Adresse, dem Start- und Zielflughafen und dem Namen des Tieres aus.

Die Tiere pro Flug sind begrenzt, melden Sie  also mindestens 24 Stunden vorher an, dass Sie mit dem Haustier fliegen. Nehmen Sie das Tier mit in den Passagierraum, sollten Sie mindestens 2 Stunden vor Abflug beim Check-in, bei Transport im Frachtraum mindestens 3 Stunden vorher am Flughafen sein.

 

Überlegen Sie es sich gut, bevor Sie mit dem Haustier verreisen. Vor allem bei Katzen ist es doch ratsam, sie zu Hause zu lassen. Wenn Ihr Vierbeiner schon nicht gerne im Auto unterwegs ist oder alleine zu Hause bleiben kann, sollten Sie ihm einen Flug nicht zumuten. Schließlich will man ja noch lange Freude mit felligen oder fedrigen Freunden haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0