Sa

11

Okt

2014

Campingurlaub mit Hunden - Tipps für erholsames Reisen

Viele Hundehalter bevorzugen es ihren Urlaub gemeinsam mit ihrem Vierbeiner zu verbringen. Schließlich sind Hunde Rudeltiere und die Trennung von ihren Herrchen und Frauchen bekommt ihnen in der Regel weniger gut. Hinzukommt, dass eine Reise mit Hunden viele erlebnisreiche Abenteuer mit sich bringt, die Bindungen zwischen Mensch und Tier verstärken. Campen eignet sich aufgrund der Nähe zur Natur, der hohen Flexibilität und der zahlreichen Angebote ideal. Allerdings kann sich ein Campingurlaub aufgrund mangelnder Vorbereitung als Enttäuschung erweisen. Wir haben Ihnen einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die es erleichtern einen erholsamen Aufenthalt mit Hund zu realisieren.

Hundefreundliche Campingplätze

 

Wer mit dem Hund verreisen und campen möchte, muss sich rechtzeitig über hundefreundliche Campingplätze informieren. Denn nicht alle Anbieter dulden auf ihrem Gelände Tiere. Eine Übersicht zu empfehlenswerten und hundefreundlichen Campingplätzen finden Sie auf dem Onlineportal dogs-magazin.de. Die aufgeführten Adressen werden auch vom ADAC empfohlen. Leinenpflicht gilt in der Regel auf jedem der Plätze. Ausreichend Auslaufmöglichkeiten an Stränden, auf Wiesen oder in Wäldern sollten daher gegeben sein, um dem Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden. In einigen Ländern besteht zudem eine Maulkorbpflicht

 

Reisemobile für Hunde

 

Wer gerne campt, muss nicht zwangsläufig im beengten Zelt schlafen oder in ein eigenes Wohnmobil investieren. Mittlerweile gibt es auch für Tierbesitzer die Möglichkeit entsprechende Reisemobile zu mieten. Neben lokalen Fahrzeugvermietungen können Sie über Onlineplattformen wie beispielsweise campanda.de passende Reisemobile für den Urlaub mit Haustieren finden. Im Vergleich zur regionalen Auswahl, die vielerorts nicht nur stark begrenzt sondern auch nur wenig tierfreundlich ist, profitieren Sie bei derartigen Plattformen von ein speziell auf Hundehalter ausgelegtes Repertoire an Mietfahrzeugen. Somit können Sie sich die Suche nach geeigneten Fahrzeugen maßgeblich erleichtern und möglichst günstig mit Ihrem Tier Ferien machen.

Wichtig beim Mieten von Fahrzeugen ist, dass Sie Ihr Tier vor der Reise vertraut damit machen. Ansonsten könnte es sein dass das Tier Angstzustände bekommt oder gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit auftreten. Fahrzeuge mit Teppichboden sind vorteilhaft, damit Hunde nicht wegrutschen. 

 

Gewohnheiten beibehalten

 

Grobe Veränderungen am gewohnten Ablauf können bei Hunden Stress und körperliche Beschwerden auslösen. Bereits das ungewohnte Fahrzeug, die unbekannte Umgebung und die vielen neuen Eindrücke bedeuten eine hohe Belastung für Hunde. Nichtsdestotrotz lieben es die Tiere gleichzeitig zusammen mit ihrem Halter auf Reisen zu gehen. Viel negativer würde sich die räumliche Trennung auswirken, die mit der Unterbringung bei Hundesittern oder ähnlichem einhergeht. Um den Tieren die Umstellung auf die unbekannte Umgebung im Urlaub zu erleichtern, sollten Gewohnheiten möglichst beibehalten werden. Beispielsweise wäre es wenig ratsam einem Hund, der Zuhause drei Mal täglich über eine Stunde draußen ist, im Urlaub sein gewohntes Bewegungspensum zu verweigern. Auch die Fressgewohnheiten sollten nicht erheblich verändert werden. Bekannte Gegenstände helfen den Tieren dabei sich auch an neuen Orten wohl zu fühlen. Folgende, dem Hund bekannte Gegenstände, sind von Zuhause mitzuführen:

  • Schlafplatz
  • Fressnapf
  • Spielsachen
  • gewohntes Futter
  • Leinen
  • Geschirr

Rückzugsort schaffen

 

Wie auch Zuhause sollten Hunde im Urlaub einen Rückzugsort haben. Gerade beim Camping ist dies entscheidend, um den Stresspegel zu minimieren. Durch vorbeigehende Camper, andere Hunde und Tiere sowie tobende Kinder ist der Vierbeiner deutlich mehr Reizen ausgesetzt, als in den heimischen Räumlichkeiten. Auch die Lautstärke kann erheblich sein und Stress auslösen. Bei Nutzung eines Reisemobils, kann bei Anwesenheit und angemessener Temperatur im Innenraum ein gemütliches Plätzchen eingerichtet werden. Ist der Aufenthalt aufgrund der Temperaturen oder anderweitigen Begebenheiten im Reisemobil nicht möglich, ist ein schattiger, kühler, ruhiger und zugfreier Platz empfehlenswert. Dass Hunde ausreichend Wasser zur Verfügung haben, sollte selbstverständlich sein. 

 

Vorsicht Hyperthermie! 

 

Grundsätzlich gilt: Allein darf ein Tier niemals in einem geschlossenen Fahrzeug zurückgelassen werden. Ob es sich um einen Pkw oder ein großräumiges Wohnmobil handelt, spielt keine Rolle. Bereits eine Zeitspanne von 15 Minuten kann bei einer relativ geringen Außentemperatur von 20 °C zum Tod des Tieres führen. Selbst heruntergekurbelte Fenster können die sogenannte Hyperthermie nicht aufhalten, die Körpertemperatur von Tieren steigt unerbittlich bis schließlich die Bewusstlosigkeit und anschließend der Tod eintritt.

Einreise- und Impfbestimmungen

 

Damit bei der Einreise nichts schief geht, sollten beim zuständigen Tierarzt Impf- und Einreisebestimmungen erfragt werden. Bei der Reise ins europäische Ausland müssen folgende Aspekte gegeben sein:

  • Hund ist gechipt
  • ein EU-Heimtierausweis liegt vor (wird vom Tierarzt ausgestellt)
  • gültige Tollwutimpfung

Zwar gibt es für Impfungen generell keine Fristen, die erste Impfung ist jedoch eine Ausnahme, wie auch von „Vier Pfoten“, einer international tätigen Tierrechts- und Tierschutzorganisation bestätigt wird: „Ein gültiger Tollwutschutz liegt vor, wenn die Impfung mindestens 21 Tage (bei Erstimpfung) und längstens den Zeitraum zurückliegt, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt.“

 

Die Einreise in Nicht-EU-Länder erfordert zusätzlich weitere Voraussetzungen: 

  • Bandwurm-Behandlung (z.B. in Malta, Finnland oder Norwegen)
  • Bluttest

Sinnvoll ist die Kontaktaufnahme mit dem Auswärtigen Amt einige Wochen vor Abreise. Dort erhalten Sie alle Informationen und Hinweise zu länderspezifischen Bestimmungen. Übrigens sollten Sie wissen, dass in einigen Ländern wie Dänemark „Kampfhunderassen“ nicht geduldet werden und demnach Zuhause bleiben müssen.

 

Allgemeine Tipps für die Reise 

 

Generell sollten Hunde während der Fahrt nicht gefüttert werden. Jedoch sind regelmäßige Pausen alle zwei Stunden unverzichtbar damit sich Tiere die Beine vertreten, sich erleichtern und etwas trinken können. Die Mittagshitze ist zu meiden. Die Fahrt während der Nacht wäre ideal. Wer mit Hund verreist, muss sich auch mit dem sicheren Transport von Hunden auseinandersetzen. Denn vor dem Gesetzgeber gelten Hunde als Ladung und diese muss laut Straßenverkehrsordnung entsprechend gesichert sein. Aber nicht nur wegen des Gesetzgebers sollte Ihnen die Sicherung am Herzen liegen. Fahrer, die Tiere ungesichert mitführen, gefährden im Ernstfall nicht nur das Leben der Tiere sondern gleichzeitig sämtliche Insassen. Im folgenden Kurzfilm von Motorvision wurde das Risiko verdeutlicht, das von ungesicherten Tieren ausgeht: 

 

Bilder Quellen: RalfBeck/MemoryCatcher/tae1, www.pixabay.com

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