6 Tipps um Ihren Hund ans Wasser zu gewöhnen

© Yasar Turanli/ Shutterstock
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Sommer, Sonne, Strand. Was würde da besser passen, als ein Tag mit dem Vierbeiner am und, im besten Fall, auch noch im See. Nicht nur wir Menschen kühlen uns gerne im Wasser ab, auch Hunde zieht es im Hochsommer oft hinein. Doch nicht alle. Wie Sie Ihren Vierbeiner spielerisch ans flüssige Nass gewöhnen, erfahren Sie hier.

© masadagoren/ Shutterstock
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1. Wasser- vs. Landratten

Hunde sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer: Die einen lieben das Wasser, die anderen schauen lieber vom Rand aus zu. Eigentlich ist jeder Hund in der Lage zu schwimmen. Die Vierbeiner schwimmen ähnlich wie sie laufen. Mit allen vieren paddelnd. Doch die Lust mit ins Wasser zu kommen ist nicht bei jedem gleich groß. So tragen Rasse und Wesen des Einzelnen oft dazu bei, ob der Sprung ins Nasse gelingt oder nicht. Australian Shepherds, die sehr agil sind , zeigen zum Beispiel meistens kaum Scheu.

 

2. Schritt für Schritt

Gerade Welpen können ziemlich wasserscheu sein, das legt sich aber meist mit zunehmendem Alter. Wenn der Vierbeiner noch nie mit Wasser in Kontakt gekommen ist, sollten Sie behutsam vorgehen. Zum Beispiel mit einem „Hundepool“ im Garten. Das kann ein ganz normales Planschbecken oder eine kleine Wanne sein. Einfach so befüllen, dass nur der Boden bedeckt ist. Bei zu glattem Untergrund gerne etwas Sand einstreuen. Ganz wichtig: Herrchen oder Frauchen sollten immer zuerst ins Nasse steigen und den Hund zu sich locken. Die Trainingseinheiten können dann immer wieder gesteigert werden, gerne auch in der freien Natur. Hier eignen sich zum Beispiel Bachläufe oder ruhige Seen, die nicht zu tief sind.

© kristillustra/Shutterstock
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3. Für Fortgeschrittene: Ab an den See

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Ihr Hund schon mitkommt, wenn Sie ihn an der Leine mit ins Wasser zerren. Das schadet oft mehr, als es hilft. Mindestens genauso umstritten ist die Methode die Trennungsangst des Tieres zu nutzen. Wenn Sie einfach davonschwimmen, wird Ihr Hund Ihnen zwar irgendwann folgen. Der Hund wird Wasser dann nie mit etwas Positivem verbinden. Besser ist es, den Vierbeiner an die Leine zu nehmen und zusammen zielgerichtet auf das Gewässer zuzugehen. Stoppt Ihr Begleiter, bleiben Sie ebenfalls stehen. Zusätzliche Motivation in Form von Leckerchen, die Sie in der Hand halten, verlocken außerdem. Oft hilft auch schon ein entspannter Ausflug an den See, bei dem Sie nur auf der Decke liegen oder kurz mit den Füßen ins Flache gehen, um Wasser alltäglich werden zu lassen.

 

4. Belohnen ist wichtig

Bei manchen Vierbeinern reicht schon das Lieblingsspielzeug aus, um ihn ins Wasser zu holen. Das Spielzeug sollte dann am besten schwimmfähig sein. Gegen mögliches Wegtreiben kann eventuell eine Schnur helfen. Wenn das Spielzeug doch nicht ausreicht, kann Herrchen oder Frauchen auch zu Leckerchen greifen. Loben Sie Ihren Hund unbedingt, wenn er eine Trainingseinheit erfolgreich gemeistert hat.

© Wild Jack Photography/ Shutterstock
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5. Den Hund ins Wasser tragen

Wenn alles Locken nichts hilft, kann der Hund auch behutsam ins flüssige Nass getragen werden, so Hundetrainerin Sonja Wissmann . Wichtig hierbei: Langsam vorauszugehen und seinem Hund immer das Gefühl zu geben, dass er sicher ist. Legen Sie die Arme behutsam um den Bauch des Vierbeiners. Auch wenn das Tier nicht mehr stehen kann, sollte er noch Ihre Arme spüren. So vermeiden Sie Panik. Aber seien Sie sich bewusst: Gerade kleinere oder temperamentvolle Hunde können schnell zu strampeln beginnen. Kratzer auf Ihren Armen sind dann vorprogrammiert.

 

6. Wassertemperatur bedenken

Nur weil Hunde gerne ins Wasser gehen, müssen sie es noch lange nicht eiskalt mögen. Auch zu kaltes Nass kann schnell zu einer Abneigung gegen die gesamte Materie führen. Beobachten Sie Ihren Hund beim Planschen. Ist das Nass zu kühl, erkennen Sie es daran, dass Ihr Vierbeiner zittert. Dann sollte er aus dem Wasser kommen. Lassen Sie Ihren treuen Gefährten außerdem nie unbeaufsichtigt in den See gehen, es kann auch bei Tieren zu Badeunfällen kommen.

 

Ganz wichtig bei allen Bemühungen: Zeigen Sie bei dieser Art von Hundeerziehung viel Geduld. Sorgen Sie auch dafür, dass wenn er mal drin ist, der Spaß nicht ausgeht.

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