Fit im Urlaub – mit 5 Minuten täglich mehr Fitness für deinen Hund –Teil 2

Ein Gastartikel  der Tierphysiotherapeutin  Martina Flocken

In meinem letzten Beitrag habe ich dir ein tägliches Workout mit einfachen und effektiven Übungen für deinen Hund vorgestellt, damit ihr auch im Urlaub etwas für seine Fitness tun könnt.

 

Aber du kannst noch mehr tun! In diesem Beitrag dreht sich alles um das Training in der Natur, auf den Ausflügen und Spaziergängen mit deinem Hund.

 

Nutze die Natur und tue etwas für die Fitness deines Hundes!

 

Auch auf euren täglichen Erkundungstouren und Ausflügen kannst du dir die Gegebenheiten eurer Umgebung für kleine Trainingseinheiten nutzen. Ich verrate dir wie!

Ihr macht Urlaub am Meer?

 

Ausgedehnte Strandspaziergänge und frische Meeresluft sind traumhaft. Viele Hunde genießen es, durch das Meerwasser zu tollen.

 

Wenn du deinen Hund im Schritt und Trab durch das Meerwasser führst, ist das ein effizientes Training für die Muskulatur und die Gelenkbeweglichkeit. Dein Hund muss sich bewusst bewegen und präzise ausbalancieren. Das ist gut für sein Körpergefühl! Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land.

Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer er durchs Wasser watet.

Beginnt mit der Übung im flachen Wasser und steigert euch dann zum knietiefen Wassertreten. Beginne mit 1-2 Minuten und steigere die Einheiten langsam.

 

Das Laufen im Sand kann sehr anstrengend sein. Das kennen wir aus eigener Erfahrung. Das gilt auch für deinen Vierbeiner. Er trainiert dabei Kraft und Muskulatur, muss seine Füßchen stärker hochheben und seine Gelenke mehr bewegen als auf harten Untergrund. Zudem werden Balance und Koordination gefördert.

 

So wird euer Strandspaziergang zum perfekten „Work Out“ für den gesamten Hundekörper. Achte immer darauf, dass du die Strandausflüge an die Kondition und die Fitness deines Hundes anpasst.

Auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen und gerade in den ersten Tagen solltet ihr die Strandspaziergänge und das Training im Wasser langsam angehen.

 

Kein Meer in Sicht?

 

Kein Problem, ein See mit einem flachen Ufer eignet sich auch für euer Training!

Das Wassertreten könnt ihr im See genauso durchführen und der Trainingseffekt ist derselbe.

Beginnt auch hier mit 1-2 Minuten waten durch das flache Wasser. Das kann im Wechsel im Schritt und Trab erfolgen. Steigert euch dann bis auf knietiefes Wasser.

 

Wald und Wiesen als Balanceparcours

 

Im Wald und auf Wiesen geht es über Stock und Stein. Die Gerüche sind intensiv, dein Hund bahnt sich seinen Weg durch die Wiese und den Wald. Das ist unglaublich spannend für ihn!

Unsere Fellnasen haben beim Laufen querfeldein nicht nur eine Menge mehr zu entdecken, auch als kleine Trainingseinheit ist das stromern durch Wald und Wiesen einfach genial.

Die unebenen und vielen verschiedenen Untergründe sind das optimale Balance- und Koordinationstraining für deinen Hund. Dein Hund nimmt seine Bewegungen viel bewusster wahr und das Körpergefühl wird trainiert und verbessert.

Zusätzlich wird die Muskulatur und Gelenkbeweglichkeit gefördert.

 

Zwei zusätzliche Outdoor Übungen: Baumstamm & Co. als Trainingsgerät

 

Auf Waldspaziergängen findet man leicht einige dickere, heruntergefallene Äste.

Lege davon drei bis fünf Stück in einer Hundelänge Abstand hintereinander. Los geht es mit dem Cavaletti Training! Lasse deinen Hund nun langsam und Schritt für Schritt drüber laufen.

 

Dabei trainierst du die Beweglichkeit der Gelenke, Balance und Koordination. Auch die Muskulatur und ein normaler Bewegungsablauf werden gefördert.

 

Auch Baumstümpfe und dicke Steine auf den Ausflügen mit deinem Hund kannst du nutzen.

Führe deinen Hund im Slalom um die Hindernisse herum. Wie beim Cavaletti Training mit den Ästen sollte der Abstand ungefähr eine Hundelänge sein.

Mit dem Slalom Training trainierst du Körpergefühl, Balance und Koordination deines Hundes. Zusätzlich wird die Wirbelsäule immer in eine leichte Seitwärtsbeugung gebracht und somit beweglich gehalten und die Muskulatur trainiert. Auch für einen normalen Bewegungsablauf ist diese Übung toll!

 

Beide Übungen kannst du je drei Mal wiederholen. Am besten führst du deinen Hund an der Leine um bzw. über die Hindernisse, damit du das Tempo bestimmst und dein Hund die Bewegungen alle langsam und bewusst macht.

 

Wann ist das Training tabu?

 

Das Training ist für deinen Hund tabu, wenn dein Hund unter Schmerzen oder akuten Entzündungen im Gelenk leidet.

Hat dein Hund versteifte Gelenke, verzichte auf die Übungen, die eine Beugung des betroffenen Gelenks erfordern. Auch bei akuten Infekten und Fieber solltest du deinen Hund schonen.

 

Um den aufregenden und spannenden Tag ausklingen zu lassen, kannst du deinen Hund mit einer wohltuenden und entspannenden Massage verwöhnen.

Neben der Entspannung der Muskulatur ist es echtes Wellness für die Seele und stärkt zusätzlich die Bindung zwischen euch Beiden!

 

Viel Freude und tolle Abenteuer wünsche ich euch bei eurem gemeinsamen Urlaub! Habt eine wunderbare Zeit!

 

PS: Wenn du deinen Hund auch nach dem Urlaub fit halten möchtest, nimm dir die Zeit und führe die vorgestellten Übungen auch Zuhause weiter durch!

Zur Autorin:

Martina Flocken ist ausgebildete Tierphysiotherapeutin und Bloggerin auf www.doggy-fitness.de . Aus ihrer Erfahrung mit ihren Mensch-Hund Team in ihrer Praxis und ihren Workshops für Hundebesitzer ist eine Idee entstanden. Sie möchte Hundebesitzern wie dir helfen, mit ihrem Hund selbst Übungen durchzuführen und so die Genesung und die Fitness zu unterstützen.

Martina lebt zusammen mit ihren zwei Podenco-Hündinnen und 5 Katzen  aus dem Tierschutz und engagiert sich in ihrer Freizeit für ihren griechischen Tierschutzverein, den sie 2010 ins Leben rief.

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