So

05

Jun

2016

Fit im Urlaub – mit 5 Minuten täglich mehr Fitness für deinen Hund –Teil 1

Ein Gastartikel  der Tierphysiotherapeutin  Martina Flocken

Endlich Urlaub! Durchatmen, ausschlafen, neue Dinge entdecken und die Seele baumeln lassen. Nur das tun, was einem Freude macht und gut tut!

Im Urlaub hast du endlich mehr Zeit für deinen Hund. Fernab vom Arbeitsalltag verbringt ihr eine tolle und entspannte Zeit zusammen. Was liegt näher, als sich täglich ein paar Minuten für die Fitness und Gesundheit deines Hundes zu nehmen?

Schon mit einem kurzen täglichen Bewegungstraining tust du viel für die Gesundheit deines Hundes. Nicht nur Beweglichkeit, Muskulatur, Koordination und Balance werden trainiert. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird in Schwung gebracht.

 

Und das Schöne: Eure Bindung wird gestärkt und ihr habt viel Spaß zusammen!

Wie kann das tägliche Work Out für deinen Hund aussehen?

 

Alltagsübungen als Work Out:

 

Die folgenden 4 Übungen kennen die meisten Hunde aus ihrem alltäglichen Leben mit ihrem Menschen.  Wir machen sie uns zu Nutze, um deinen Hund zu trainieren.

Mit ihnen trainierst du die Gelenkbeweglichkeit, die Muskulatur, das Körpergefühl und die Balance deines Hundes.

Wichtig dabei ist, dass alle Bewegungen möglichst langsam durchgeführt werden, damit sich dein Hund konzentrieren muss. Starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag.

Für alle Übungen sollte dein Hund auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

 

Die erste Übung: Steh-Sitz Transfer

Du bringst deinen Hund vom Stand in den Sitz und dann wieder vom Sitz in den Stand.

Dabei sollte er möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen. Stehst du recht nah vor ihm, ist es für ihn einfacher auf der Stelle zu bleiben.

 

Die zweite Übung: Sitz-Platz Transfer

Du bringst deinen Hund in den Sitz. Nun gibst du ihm das Signal ins Platz zu gehen. Von dort soll er wieder in den Sitz wechseln.

 

Die dritte Übung: Steh-Platz Transfer

Dein Hund steht. Gib ihm nun das Signal ins Platz zu gehen. Er soll sich nicht erst setzen, sondern aus dem Steh direkt ins Platz gehen. Lasse ihn dann wieder vom Platz direkt ins Steh gehen. Auch bei dieser Übung sollte er beim Aufstehen möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen.

 

Die vierte Übung: Gib fünf!

Beim Pfote geben sollte dein Hund am besten sitzen. Lass dir abwechselnd beide Pfoten von ihm geben. Du kannst auch in der Höhe variieren und dir die Pfote in verschiedenen Höhen geben lassen – bis hin zum High Five!

 

Stretching:

 

Beim Stretching werden die Elastizität der Muskulatur und die Beweglichkeit deines Hundes erhöht. Starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag.

 

Die erste Übung: Stretching Rücken

Für diese Übung stellst du dich im Bereich der Hinterläufe über deinen Hund, so dass er zwischen deinen Beinen steht und ihr in dieselbe Richtung blickt.

Nehme ein Leckerchen, halte es ihm vor die Nase und führe es dann langsam von der Nase linksherum in einem Bogen in Richtung Hinterbein deines Hundes.

Dein Hund wird dem Leckerchen folgen und versuchen es zu erreichen. Dabei beugt er seine Wirbelsäule zur Seite. Bringe deinen Hund nicht dazu sich weiter zur Seite zu beugen, indem du nachhilfst und ihn drückst. Er soll die Bewegung nur so weit ausführen, wie er es kann. Halte das Leckerchen in der Position für etwa 3 Sekunden, bevor du es wieder zur Nase zurückführst und es ihm dann gibst. 

Dann führst du dasselbe rechtsherum durch.

 

Die zweite Übung: Stretching der Hüfte

Für das Stretching der Hüfte lässt du deinen Hund entweder an dir oder z.B. einer Mauer hochstellen und ihn diese Position für etwa 3 Sekunden halten.

 

Die vorgestellten Übungen solltest du nicht durchführen wenn:

 

Verzichte auf ein Training, wenn dein Hund unter Schmerzen  oder akuten Entzündungen im Gelenk leidet. Hat dein Hund versteifte Gelenke, verzichte auf die Übungen, die eine Beugung des betroffenen Gelenks erfordern.

Auch bei akuten Infekten und Fieber solltest du deinen Hund schonen.

 

Am Abend könnt ihr euren gemeinsamen, aufregenden Urlaubstag mit einer  kleinen Massage ausklingen lassen. Die ist für deinen Hund sehr entspannend und wohltuend.

Neben der Entspannung der Muskulatur ist es echtes  Wellness für die Seele und stärkt zusätzlich die Bindung zwischen euch Beiden!

 

Viel Freude und  tolle Abenteuer wünsche ich euch bei eurem gemeinsamen Urlaub!

Habt eine wunderbare Zeit!

 

Im nächsten Artikel zeige ich dir, wie du auch deine Umgebung und die Natur für tolle Trainingseinheiten im Urlaub nutzen kannst!

PS: Alle diese Übungen könnt ihr auch weitermachen, wenn ihr wieder Zuhause seid! Sie eignen sich perfekt als Workout um deinen Hund fit zu halten und ihr verbringt gleichzeitig eine tolle Zeit zusammen!

Zur Autorin:

Martina Flocken ist ausgebildete Tierphysiotherapeutin und Bloggerin auf www.doggy-fitness.de . Aus ihrer Erfahrung mit ihren Mensch-Hund Team in ihrer Praxis und ihren Workshops für Hundebesitzer ist eine Idee entstanden. Sie möchte Hundebesitzern wie dir helfen, mit ihrem Hund selbst Übungen durchzuführen und so die Genesung und die Fitness zu unterstützen.

Martina lebt zusammen mit ihren zwei Podenco-Hündinnen und 5 Katzen  aus dem Tierschutz und engagiert sich in ihrer Freizeit für ihren griechischen Tierschutzverein, den sie 2010 ins Leben rief.

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